Category Archives: spuren & vergängliches

Elektrisierender Appell

Prägnanter Schalt- und Verteilerkasten mit eindringlichem Aufruf an alle Betriebsgenossen, nicht im Strom (mit) zu schwimmen. Gesehen in der Lokhalle des ehemaligen Bahnbetriebswerkes Tempelhof.

Sparappell

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Müder Elefant

Sschwarzer Elefant-in Tempelhof

Dem Blick entzogen rauscht hinter den Baumreihen donnernd ein Schnellzug vorbei. Aufgeschreckt von diesem alle Geräusche des Waldes übertönenden Lärm streckt mir die gewaltige Güterzuglokomotive drohend ihre massiven „Stoßzähne“ entgegen, fokussiert mich mit starrem Blick, hebt warnend die rieisgen Ohren. Doch das einschüchternde Gehabe täuscht: längst ist das zähe Dampfross seiner inneren Werte beraubt und seine eherne schwarze Hülle wurde vor Jahren schon abgeschoben auf dieses tote Gleis. Der einsamen Maschine bin ich in der Nähe des früheren Bahnbetriebswerks begegnet, das sich heute auf dem Areal des Natur-Parks Südgelände befindet.

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Abstellgleis

Abstellgleis

Bahnbrechende Symbiose von geradlinigem Alteisen und knorrigen Birkenrudeln auf dem Gelände des ehemaligen Rangierbahnhofs Tempelhof (heute Teil des Natur-Parks Südgelände).

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Notausgang

Luftschutzgitter in Berlin-Mitte

Luftschutzgitter in einem Hauseingang in der Hannoverschen Straße (Berlin-Mitte). Mit diesen Gittern waren in der Regel Notausstiege aus Luftschutzkellern oder in selteneren Fällen Be-/Entlüftungsanlagen für diese Schutzräume abgedeckt. Obwohl diese massiven, rund 25 Kilogramm schweren Gitter vor und während des zweiten Weltkrieges massenhaft verbaut wurden, ist dieses Exemplar das erste seiner Art, das ich in Berlin entdeckt habe.

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Rostige Ranke

Achterbahn im Plänterwald

Wie eine riesige Liane hangelt sich ein verwitterter Schienenstrang von Baum zu Baum. Über die marode Trasse raste einst der „Spreeblitz“ durchs dichte Dickicht. Die Achterbahn im Plänterwald galt lange als eine der Hauptattraktionen in Berlins einzigem Vergnügungspark der Nachwendezeit. Seit vielen Jahren aber steht hier alles still. Der „Spreepark“ verfällt mehr und mehr in einen immer tieferen Dornröschenschlaf, aus dem es wohl kein Erwachen mehr gibt.

Entdeckt bei meinem Streifzug durch das verlassene Freizeitgelände in Treptow in der vergangenen Woche. Veröffentlicht als mein Beitrag zum Thema „Verfall“ im Rahmen des

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Luftschloss

Luftschloss

Relikt einer Illusion in einer zerstobenen Phantasie: der Spreepark im Plänterwald (Treptow) war einst einziger Vergnügungspark der DDR und – nach der Wende – Gesamtberlins.

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Hochnotpeinliche Befragung

Zum Verhör wurden die Eingekerkerten stets in den eiskalten Blauen Saal geschleift. Die Unglücklichen mussten sich auf das nackte Eisen des „Interrogation-Chair“ setzen. Dann blendete sie gleißendes Licht aus überdimensionalen Deckenstrahlern. Die direkt vor ihnen sitzenden „Interviewer“ verschwammen zu schemenhaften Dämonen. Ohne Erbarmen begannen die berüchtigten Frageknechte das Verhör.

Zugegeben, beim Anblick dieses Stuhlgerippes in einem Gebäude des verlassenen einstigen Hauptquartier der US-Army in der Clayallee kann schon einmal die Phantasie mit einem durchgehen. Aber vielleicht hat es sich ja doch so abgespielt, nicht wahr?

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Stolperstein

'Hier wohnte Joel Gerson Fürst. Jg. 1940. Deportiert 01.03.1943. Ausschwitz. Ermordert.' Stoplerstein in der Pestalozzistraße. Der dreijährige Junge wurde zusammen mit seinen Eltern deportiert und ermordet.

„Hier wohnte Joel Gerson Fürst. Jg. 1940. Deportiert 01.03.1943. Ausschwitz. Ermordet.“ Stolperstein in der Pestalozzistraße. Der dreijährige Joel wurde zusammen mit seinen Eltern deportiert.

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