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Goe – Moving (P)Arts Still Life III

Flieger, grüß mir die Sonne, grüß mir die Sterne …. Von einem beständig und verlässlich auf seiner Umlaufbahn rotierenden Stern hing 1918 das Leben vieler deutschen Piloten ab.

Der Flugmotor Goebel Goe III war so ein Stern am Fliegerfirmament. Leichter und leistungsfähiger sollte dieses Aggregat sein als frühere Triebwerke. Der Goe III war ein sog. Umlaufmotor, bei dem sternförmig angeordneten Zylinder um die Kurbelwelle rotierten. Dadurch erreichten die Ingenieure eine ausreichende Luftströmung, um die schwere Wasserkühlung durch leichtere Luftkühlung ersetzen zu können.

Der 187 PS starke Antrieb war unter anderem in Jagdflugzeugen des Typs Pfalz D VIII eingebaut. Die Doppeldecker kamen gegen Ende des 1. Weltkriegs zum Einsatz. Allerdings war dieser Motorentyp sehr wartungsintensiv und verschwand nach dem Ende der Kampfhandlungen wieder recht bald vom Himmel. Das im Deutschen Technikmuseum heute ausgestellte Exemplar des Goe III ist dennoch ein Star der Luftfahrtausstellung – und besticht zudem noch durch seine ansprechende Ästhetik.

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Antoinette – Moving (P)Arts Still Life I

Immer schneller, immer höher, immer weiter. Pausenlose Bewegung, grenzenlose Mobilität, steigende Geschwindigkeit, unstillbarer Hunger nach dem neuesten technischem Gimmick. Dominierende Faktoren des sogenannten modernen Lebens. Im Deutschen Technikmuseum (DTMB) bin ich auf die Anfänge dieser immer dynamischeren Entwicklung gestoßen. Dort habe ich mich entführen lassen in jene Epochen, als eiserne Züge erst die Zeit in strenge Formen pressten und sie dann auch noch zum Fliegen brachten.

Im DTMB habe ich einige Fotos aufgenommen von einst mächtigen Maschinen und starken Motoren. Stillleben von bewegten Teilen, die erstarrt sind unter der Welle des Fortschritts. Ich werde einige der dabei entstandenen Bilder nun in lockerer Folge hier einstellen. Den Anfang macht diese herrliche Skulptur: Antoinette – ein Flugzeugmotor aus dem Jahre 1909 (im Vordergrund ein Propellerblatt). Eine wegweisende Konstruktion und doch so unzuverlässig und erfolglos, dass selbst das Ausstellungsstück von einem Flugzeugabsturz stammt.

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