Tag Archives: Spandau

Potentielle Stammkneipe No. 14

Rund zweidreiviertel Jahrhunderte hat dieses kleine Haus bereits auf dem Buckel.  Es befindet sich im Kolk, der wohl ältesten Ortslage Spandaus, ganz oben am nördlichen Zipfel der Altstadtinsel gelegen.Seit 1911 betrieben hier mehrere Generationen einer Familie eine Gaststätte. Die hieß seit 1948 „Alte Kolkschenke“ (ja, mit e und nicht mit ä). Eine prächtige Theke aus dunklem, polierten Holz, Tischchen mit rotweißkarierten Decken, rauchgeschwängerte Luft unter den durchgebogenen Deckenbalken und ein Bier (wenn auch „nur“ ein Kindl) für kaum mehr als ein Euro – schade, dass ich das nur ein paar Mal erleben durfte. 2012 schloss die Kneipe ihre Pforten – kein Nachfolger in Sicht, der die urige Wirtschaft fortführen wollte. Seitdem gammelt der betagte Fachwerkbau und hofft wie ich auf ein Wunder.

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Unplattbar!

Nach dem Wurmomat endlich mal wieder eine kundenorientierte Verkaufsmaschine. Jetzt stehen einem prallen Fahrvergnügen an radfreundlichen Sonn- und Feiertagen auch keine spaßbremsenden Ladenöffnungszeitlimits mehr entgegen. Gesehen habe ich den sommergelben Schlauchomaten vor einem Fahrradgeschäft in der Pichelsdorfer Straße in Spandau.

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Potentielle Stammkneipe No. 13

Sonne und Weintrauben: eigentlich beste Bestandteile eines köstlichen Frühschoppens! Aber nicht nach solch einer nervenaufreibenden und langen Fußballnacht! Die „Traube“ in der Spandauer Wilhemstadt muss noch ein wenig warten.

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Fata Morgana

Nur Kebab oder was?

Nur Kebab! Name ist Karte. Pizza, Pasta & Co müssen ein Trugbild sein. Dönerladen mit sonst widersprüchlichem Angebot in der Spandauer Klosterstraße.

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Reederreste

Kasse des Reederverbandes am Havelufer in Spandau

Die globale Schifffahrtskrise hat offenbar auch Berlin erreicht. An diesem verblassenden Kunststoffkubus gab es einmal Passagen für einen Tripp mit dem Wannsee-Dampfer zu erwerben. Heute ist der Würfel mit der markanten Schornsteinattrappe durch einen massiven Metallzaun von möglichen zahlenden und blinden Passagieren rigoros getrennt. Der Kassenkiosk führt jetzt am Westufer der Spandauer Havel nur noch ein einsames Schattendasein.

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Traumfabrik

Traumfabrik Eiswerder

Unter diesen Dächern tummeln sich (noch) Stuntmen und Sternchen. Seit den 1950er Jahren sind in jenen Hallen auf der Havelinsel Eiswerder (Spandau), die einst preußische Waffen- und Munitionsmanufakturen beherbergten, unzählige Seifenopern und Filme abgedreht worden. In einiger Zeit, so wird gemunkelt, sollen allerdings die Filmemacher alten Karosserien weichen.

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Leib und Seele


Unscheinbar und schäbig wirkt die kleine Imbissbude in der Gatower Straße / Ecke Heerstraße auf den ersten Blick. Auf den zweiten Blick aber weckt sie alle Sinne und verspricht Erlebnisse, die tief unter die Haut gehen. Ich jedenfalls kenne in Spandau keine andere Stelle, wo oppulente Genüsse und echte Leidenschaften so hemmungslos aufeinandertreffen.

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Mut zur Lücke

Mut zur Lücke - Containerzug im Bahnhof Spandau

Warum die Verspätungen erst angezeigt werden, wenn der Zug schon längst hätte da sein sollen? Keine Auskunft! Warum der ICE Wolfsburg so gerne links liegen lässt? Man hört nur Ausflüchte! Warum der wie eine Kopie des dünnhäutigen HB-Männchens wirkende Ex-Bahnchef noch eine Abfindung erhielt statt Schadensersatz leisten zu müssen für verantwortungsloses Missmanagement (Börsentaugliche Zahlen auf Kosten der Sicherheit wie bei der S-Bahn-Tochter in Berlin)? Kein Kommentar! Da ist es ja mal echt überraschend, wenn die Deutsche Bahn so offen Mut zur Lücke beweist wie hier im Bahnhof Spandau.

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Wespen-Power

Im Spiegel der Nabe

Wann kann man schon einen mehr als 70 Jahre alten Wasp-Junior-Sternmotor „in echt“ bewundern? Da lohnte es sich heute beim Flugplatzfest in Gatow schon mal ganz genau hinzuschauen. Neben den dort beheimateten Exponaten des Luftwaffenmuseums flogen eine ganze Reihe von Oldtimern auf dem ehemaligen Flugfeld der Briten ein. So auch diese knallrote Beech „Staggerwing“ mit dem Wespen-Triebwerk.

Beech D17 S Staggerwing

Der elegante einmotoriger Doppeldecker stammt aus den 1930er Jahren. Die Maschine bietet in ihrer auch nach heutigen Maßstäben recht komfortablen Kabine neben dem Piloten bis zu vier Passagieren Platz. Als eines der ersten kleinen Reiseflugzeuge verfügte die Beech über ein einziehbares Fahrwerk. Angetrieben von dem 450 PS starken Pratt&Whitney Wasp-Junior schaffte die Maschine eine Reisegeschwindigkeit von 280 Kilometern pro Stunde – seinerzeit schneller als viele Jagdflugzeuge.

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