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Tagesrandtransfer

Feierabendzüge auf der Hochbahn zwischen den Bahnhöfen Bülowstraße (Vordergrund) und Nollendorfplatz (Hintergrund).

Die Wartebank

U-Bahnhof Bülowstraße gestern am frühen Abend: Zug nach Pankow erst in vier Minuten.

Das Licht am Ende des Tunnels

Nach zehn Stationen im Untergrund fährt ein Zug der Linie U3 nach Krumme Lanke am Bahnhof Breitenbachplatz wieder in die Sonne.

Fingerfood

Perfekt platziert: Wen hier die U-Bahn abends ausspuckt, der kann sich gleich sein Dreieck für die Instant-Konsumierung auf dem Nachhauseweg oder das Diner im trauten Heim holen.

Alex´ Auftritt

Stiege zu Alexanderplatz und Alexanderhaus

Grüßaugust

Wirklich jeder, der aus den Eingeweiden Berlins emporsteigt, wird vor dem Austritt in die Heinrich-Heine-Straße (Mitte) von diesem Herrn ohne Maske stilvoll und herzlich empfangen.

Golden Gate

Verteilerhalle im U-Bahnhof Nollendorfplatz: die farbige Fliesenpracht stammt aus der Feder des schwedischen Architekten Alfred Grenander, nach dessen Plänen zwischen 1910 und 1930 mehrere U-Stationen in Berlin gebaut worden sind. Von dieser Stelle besteht direkter Zugang zu vier U-Bahnlinien auf drei Ebenen. Unter der Kuppel hindurch geht es hinab ins erste Untergeschoss zu den U-Bahnlinien U1/U3 nach Warschauer Straße und zur Schöneberger Bahn (U4). Von dort führt eine weitere Treppe ins zweite Untergeschoss zu den Linien U1/U3 in Fahrtrichtung Uhlandstraße bzw. Krumme Lanke. Ganz rechts außen im Bild fährt die Rolltreppe aufwärts zur Hochbahn nach Ruhleben (U2).

Stationäres Stillleben

Kein Rad dreht sich, kein Mensch regt sich. Augenblicke der Bewegungs- und Leblosigkeit in der U-Bahnhalle (U5) im Hauptbahnhof.

Terra incognita

Raus aus der U-Bahn, Treppe runter, Glastunnel entlang, Treppe runter, noch eine Treppe runter, rein in die U-Bahn (oder entgegengesetzte Richtung): U-Bahnhof Möckernbrücke heißt für mich Umsteigen zwischen U1 / U3 und U7 (oder umgekehrt), und das so schnell wie möglich. Für alles andere drumherum: kein Blick. Bis gestern. Da stand dieses Fenster oben am Bahnsteig offen. Auch wenn die fiependen Gleise meine Bahn schon ankündigen, ein kurzer Blick muss drin sein. Ein Auge bleibt dabei natürlich auf den einfahrenden Zug gerichtet. Das andere aber erhascht für einen kurzen Moment die ruhige goldene Spätnachmittagsstimmung da draußen am Landwehrkanal, die da so ganz im Widerspruch zu rollenden Treppen, quietschenden Zügen und hetzender Eile ist.

Zeitreise

Unter die Erde und zurück ins Jahr 1929: historische U-Bahn-Wagen vom Typ BII fuhren heute auf der Linie U9. Die alten Wagons sorgten für ungläubig staunende Gesichter bei den überraschten Fahrgästen. Kaum einer konnte sich dann dem warmen Charme des hölzernen Interieurs entziehen. Selbst wer es eilig hatte, machte kaum ausgestiegen noch einmal kehrt für ein schnelles Erinnerungsfoto von dieser bemerkenswerten Kurzzeitreise im Berliner Untergrund.

 

Orangerie

The Orange Shop

Unter Tage gibt es zumindest im U-Bahnhof Augsburger Straße nichts mehr für Körper, Geist und Seele.

Finale Vorbereitungen

Finale Vorbereitungen

Gerade noch rechtzeitig zum WM-Finale kommt das neue Plasma- oder LED-Gerät wohl an. Die Last-Minute-Lieferung durchlief heute kurz vor dem Anpfiff des Endspiels in Rio den U-Bahnhof Osloer Straße.

Für ´ne Kippe und ´n paar Cent

Ausharren für ne Kippe und nen Cent

Nicht nur bei Google ist die Stichwortkombination „Einsamkeit“ und „Berlin“ eine häufig eingegebene Kombination. Wenn man mit offenen Augen durch die Stadt läuft, begegenet man ihr trotz des brausenden Lebens in den Straßen immer wieder. Zu den Orten, wo die Isolation und Verlorenheit der Menschen ganz besonders offen zu Tage tritt, gehören – finde ich – die U-Bahnhöfe. Eine meiner Lieblingsfotos – „Sicherheitsabstand“ – spiegelt die zwischenmenschliche Distanz besonders deutlich wieder.

Aus das heutige Foto nimmt sich in ähnlichem Ambiente dieses Themas an: stoisch seinen Pappbecher hochhaltend saß dieser Jemand Tag für Tag an ein- und derselben Stelle auf jener Treppe, die herunterführt vom glitzernden Kudamm in die schmuddelige U-Bahnstation gleichen Namens. Er harrte aus, immer hoffend, dass vielleicht irgendwann irgendein anderer jemand vorbeikommt, sich zu ihm runterbeugt, und ihm, wenn schon keine zwei, drei nette Worte übrig sind, so doch zumindest ein paar Münzen oder eine Zigarette in das papierene Gefäß steckt.

Dieses Bild ist mein Beitrag zum Thema „Einsamkeit“ im Rahmen des

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Vorahnung

Während eine halbe Stunde vor Anpfiff eine frisch am U-Bahnhof „Olympiastadion“ eingetroffene Zugladung Hertha-Fans hoffnungsfroh Richtung Fußballarena stürmt, schwimmt ein Anhängerpaar gegen den Strom und macht sich (offenbar) schon wieder auf den Heimweg. Eine weise Entscheidung des Duos, der ich mich gestern Abend gleich hätte anschließen sollen: Denn was die Berliner Balltreter und ihresgleichen aus Freiburg dann ablieferten, war (leider mal wieder) ein Grottenkick.

Connection

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Da kann sich schon ein erhabenes Gefühl einstellen, wenn man durch diesen Lichtgang mit seinen Spiegelungen und Reflexionen schreitet. Dabei handelt es sich nur um einen schnöden Verbindungstunnel zwischen den Bahnsteigen der U-Bahn-Linien „U2“ und „U6“, die sich in der Station „Stadtmitte“ kreuzen.