Beiträge

Terra incognita

Raus aus der U-Bahn, Treppe runter, Glastunnel entlang, Treppe runter, noch eine Treppe runter, rein in die U-Bahn (oder entgegengesetzte Richtung): U-Bahnhof Möckernbrücke heißt für mich Umsteigen zwischen U1 / U3 und U7 (oder umgekehrt), und das so schnell wie möglich. Alles außerhalb des Bahnhofs: unbekannt. Bis gestern. Da stand dieses Fenster oben am Bahnsteig offen. Aber meine Bahn kommt schon. Mehr als kurzer und noch dazu geteilter Blick ist nicht drin. Ein Auge auf den einfahrenden Zug, das andere auf die goldene Spätnachmmitagstimmung am Landwehrkanal da draußen. Es scheint tatsächlich etwas zu geben jenseits von Treppen, Zügen und Eile der Möckernbrücke, dass sich vielleicht zu entdecken lohnt.

Zeitreise

Unter die Erde und zurück ins Jahr 1929: historische U-Bahn-Wagen vom Typ BII fuhren heute auf der Linie U9. Die alten Wagons sorgten für ungläubig staunende Gesichter bei den überraschten Fahrgästen. Kaum einer konnte sich dann dem warmen Charme des hölzernen Interieurs entziehen. Selbst wer es eilig hatte, machte kaum ausgestiegen noch einmal kehrt für ein schnelles Erinnerungsfoto von dieser bemerkenswerten Kurzzeitreise im Berliner Untergrund.

 

Orangerie

The Orange Shop

Unter Tage gibt es zumindest im U-Bahnhof Augsburger Straße nichts mehr für Körper, Geist und Seele.

Finale Vorbereitungen

Finale Vorbereitungen

Gerade noch rechtzeitig zum WM-Finale kommt das neue Plasma- oder LED-Gerät wohl an. Die Last-Minute-Lieferung durchlief heute kurz vor dem Anpfiff des Endspiels in Rio den U-Bahnhof Osloer Straße.

Für ´ne Kippe und ´n paar Cent

Ausharren für ne Kippe und nen Cent

Nicht nur bei Google ist die Stichwortkombination „Einsamkeit“ und „Berlin“ eine häufig eingegebene Kombination. Wenn man mit offenen Augen durch die Stadt läuft, begegenet man ihr trotz des brausenden Lebens in den Straßen immer wieder. Zu den Orten, wo die Isolation und Verlorenheit der Menschen ganz besonders offen zu Tage tritt, gehören – finde ich – die U-Bahnhöfe. Eine meiner Lieblingsfotos – „Sicherheitsabstand“ – spiegelt die zwischenmenschliche Distanz besonders deutlich wieder.

Aus das heutige Foto nimmt sich in ähnlichem Ambiente dieses Themas an: stoisch seinen Pappbecher hochhaltend saß dieser Jemand Tag für Tag an ein- und derselben Stelle auf jener Treppe, die herunterführt vom glitzernden Kudamm in die schmuddelige U-Bahnstation gleichen Namens. Er harrte aus, immer hoffend, dass vielleicht irgendwann irgendein anderer jemand vorbeikommt, sich zu ihm runterbeugt, und ihm, wenn schon keine zwei, drei nette Worte übrig sind, so doch zumindest ein paar Münzen oder eine Zigarette in das papierene Gefäß steckt.

Dieses Bild ist mein Beitrag zum Thema „Einsamkeit“ im Rahmen des

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Vorahnung

Herthafans am U-Bahnhof Olympiastadion

Während eine halbe Stunde vor Anpfiff eine frisch am U-Bahnhof „Olympiastadion“ eingetroffene Zugladung Hertha-Fans hoffnungsfroh Richtung Fußballarena stürmt, schwimmt ein Anhängerpaar gegen den Strom und macht sich (offenbar) schon wieder auf den Heimweg. Eine weise Entscheidung des Duos, der ich mich gestern Abend gleich hätte anschließen sollen: Denn was die Berliner Balltreter und ihresgleichen aus Freiburg dann ablieferten, war (leider mal wieder) ein Grottenkick.

Connection

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Da kann sich schon ein erhabenes Gefühl einstellen, wenn man durch diesen Lichtgang mit seinen Spiegelungen und Reflexionen schreitet. Dabei handelt es sich nur um einen schnöden Verbindungstunnel zwischen den Bahnsteigen der U-Bahn-Linien „U2“ und „U6“, die sich in der Station „Stadtmitte“ kreuzen.

Zum Mittelpunkt unter der Erde

U-Bahnhof Hallesches Tor

Menschenleer – und doch kreuzen sich hier an dieser Stelle im Berliner Untergrund täglich die Wege tausender Menschen, bevor sie sich über und unter Tage in alle Himmelsrichtungen zerstreuen. Fotografiert im U-Bahnhof Hallesches Tor zwischen den Linien 1 und 6 zu früher Morgenstunde.

Untergrundblüten

Ein typisches Sonntagsbild: ein Meer aus farbenprächtigen Blumen. Das besondere aber: diese Blüten entfalten ihre Schönheit ein paar Meter tief unter der Erde. Vor einem Blumengeschäft im U-Bahnhof Zoologischer Garten warten die kunterbunten Sträuße darauf, von irgend jemandem mitgenommen zu werden, um jemand anderem eine Freude zu bereiten.

Elternbürde

Elternbürde

Eltern sein heißt nicht nur die ganze Verantwortung zu tragen, sondern oft auch echte Lasten schultern zu müssen. Aufgenommen im U-Bahnhof Spichernstraße in Schöneberg.

Sicherheitsabstand

Distanz

Und wie still in dick verschloßener Höhle
Ganz unangerührt und ungeschaut
geht ein jeder fern und fühlt: alleine.

In sehr enger Anlehnung an Alfred Wolfensteins Gedicht „Städter“ fotografiert im U-Bahnhof Paradestraße.

Der Anschlusszug

In Eile

Eine U-Bahn wartet nicht. Da rettet nur ein kleiner Spurt vor dem unfreiwilligen Zurückbleiben an der Bahnsteigkante. Fotografiert am Abgang von der U3 im U-Bahnhof Spichernstraße.