Speerblick

Abendlicher Blick vom etwas erhöht gelegenen Theodor-Heuss-Platz gen Osten über Kaiserdamm, Bismarckstraße, Straße des 17. Juni mit Großem Stern bis hin zum Roten Rathaus. Fürdiese Aussicht ließ Nazi-Architekt Albert Speer die Siegessäule von ihrem angestammten Platz vor dem Reichstag an den Großen Stern versetzen, der Teil der zentralen Ost-West-Achse von Speers Plänen für die Welthauptstadt „Germania“ war.

Kaiserliches Gusseisen vs. funktionalen Beton

Spannender Gegensatz zwischen den teilweise kunstvoll geschwungen und zum großen Teil historischen Stützsäulen des hölzernen Bahnsteigdachs am S-Bahnhof Yorckstraße und den funktionalen Linien der sich westlich der Bahngleise zur Bautzener Straße hin anschließenden Wohnbebauung, die erst vor kurzem fertiggestellt wurde.

Baukkunst

Balkone am Schöneberger „Kachelhaus“ in der Pallas-/Ecke Goltzstraße. Das Wohn- und Geschäftshaus wurde 1894-1895 nach Plänen von Richard Landé errichtet. Die gesamte Straßenfassade ist mit einem herrlichen Arrangement von glasierten Klinkern und Fliesen sowie bunten Terrakotta-Gesichtern gestaltet.

Lichtspiele

Die verheißungsvollen ersten Sonnenstrahlen des Tages bemalen die Fassade des Upper-West am Breitscheidplatz.

Alex´ Auftritt

Stiege zu Alexanderplatz und Alexanderhaus

Frühlingsboten

Krokus und Enzian vor dem Babelsberger Kaiserschloss

Nachbarn

Eine der Ikonen der linksextremen Berliner Hausbesetzerszene, das Eckhaus Linienstraße 206, eingerahmt von stylisch sterilen Gentrifizierungstreibern wie z.B. dem „Schwarzen Haus“ links in der Kleinen Rosenthaler Straße.

Frisch geduscht!

Nach einem reinigenden Regenguss und bei schummrigen Abendlicht erscheint auch eine von Berlins Schmuddelecken beim flüchtigen Blick in den Spiegel recht erträglich: Potse Ecke Kurfürstenstraße mit dem eigenwilligen Foto-Wegert-Haus, heute Domizil des LSD-Sexshops.

Golden Gate

Verteilerhalle im U-Bahnhof Nollendorfplatz: die farbige Fliesenpracht stammt aus der Feder des schwedischen Architekten Alfred Grenander, nach dessen Plänen zwischen 1910 und 1930 mehrere U-Stationen in Berlin gebaut worden sind. Von dieser Stelle besteht direkter Zugang zu vier U-Bahnlinien auf drei Ebenen. Unter der Kuppel hindurch geht es hinab ins erste Untergeschoss zu den U-Bahnlinien U1/U3 nach Warschauer Straße und zur Schöneberger Bahn (U4). Von dort führt eine weitere Treppe ins zweite Untergeschoss zu den Linien U1/U3 in Fahrtrichtung Uhlandstraße bzw. Krumme Lanke. Ganz rechts außen im Bild fährt die Rolltreppe aufwärts zur Hochbahn nach Ruhleben (U2).

Leuchttürne

Abendliche Wegweiser in der City-West: die beiden Hochhäuser am und über dem Breitscheidplatz.

Machtzentrale

Das Kanzleramt im Märzenlicht.

Schillerndes Trio

Unter dem Abendstern Sirius (ja, er ist oben links zu erkennen) haben die bereits im Nachtgewand erscheinende „Schwangere Auster“ und ihr Spreespiegel an einem klaren, kalten Spätwinterabend (oder wahlweise auch Frühfrühlingsabend) einen schillernden Auftritt.

Antidepressivum

Sonnenstrahlen spenden wohlige Wärme. Sie sind außerdem die wichtigste Quelle für Vitamin D, das mieser Stimmung vorbeugt. Ein lauschiges Plätzchen an der Sonne mit bester Aussicht auf den Reichstag dürfte selbst einen Berliner Griesgram gute Laune tanken lassen.

Ohne Perspektive

Die alte Tanke an der Ecke Hobrechtstraße/Sonnenallee verwahrlost und verfällt seit Jahren vor sich hin. Ein Opfer der Energiewende? Elektroautoschwemme in Neukölln? Natürlich nicht! Vielmehr wohl ein Objekt der Immobilienspekulation. Erste Investorenideen zur Bebauung mit einem Wohn- und Geschäftshaus verliefen im Sande, die zuletzt eingereichten Planungen sind fürs Bezirksamt „nicht genehmigungsfähig“. Zuletzt wechselte das verwaiste Grundstück in 2020 den Besitzer. Tragfähige Vorschläge sind bisher nicht in Sicht.

Elefantös!

Aus sächsischem Sandstein gehauene Dickhäuter indischer Provenienz unter einem Dach im japanischen Stil: die legendäre Pforte zur Tierwelt am Tiergarten.