Beiträge

Potentielle Stammkneipe No. 24

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Verführerisch leuchtet der Gerstensaft in der güldenen Abendsonne: ob noch im Blaumann oder bereits in Räuberzivil: es ist der perfekte Augenblick für ein Feierabendbier. Wenn nur nicht die U-Bahn wieder einmal wegen einer dieser mythischen „Störungen am Fahrzeug“ mir nicht die Zeit geraubt hätte, um es im Lichtenberger U-Bahn-Quell in der bockigen Einbecker Straße auch angemessen genießen zu können.

Granate im Käfig

Widerschein eines Kickers beim Torschuss auf dem Bolzplatz des Notaufnahmelagers in Berlin-Marienfelde

Junkfood-Portolio

Stillleben mit Imbiss-Propaganda im S-Bahnhof Heinersdorf

Wein + Hund + Kunst

Ich wollte noch was trinken gehen. Am Ernst-Reuter-Platz geriet ich in eine Vernissage.

Rote Laterne

Souterrain-Sexkino „Club 44“ in der Mittenwalder Straße in Kreuzberg

Frischfisch

Laden für essbare Meeresbewohner in der Adalbertstraße in SO 36.

Am Boden

Gefallener E-Roller auf dem Trottoir der Kantstraße/Ecke Schlüterstraße vor dem seit Jahren leeerstehenden ehemaligen Schleckerladen.

Berlin, du bist so wunderbar

Spreeufer an der Moltkebrücke

Strahlendes Bekenntnis gegen die Putins, Trumps, Erdogans und Chrupallas dieser Welt

Goldene Fahnen als glänzendes Bekenntnis zu Frieden und Solidarität. Sie stehen für die „Aktionstage der Vielen“ im Haus der Kulturen der Welt. Damit soll ein Zeichen gesetzt werden angesichts der bedrohlichen dunklen Wolken, die globale Krisen und insbesondere der Überfall Russlands auf seine Nachbarn unter dem „Z“-Symbol, dem putinschen Hakenkreuz, haben aufziehen lassen.

Auch in Deutschland gibt es leider Claqueure für Verbrecher gegen die Menschlichkeit wie die Putin-Clique – an extremen Rändern, aber auch unter Alt-Bundeskanzlern und Zeitgenossen aus der Mitte der Gesellschaft. Diese Menschen halten Massenmördern und Räubern die Stange, stimmen jauchzend ini Hasstiraden gegen Minderheiten und Fremnde ein und ergötzen sich am Leid anderer. Jedes Statement gegen solche Feinde von Demokratie, Freiheit und Menschlichkeit ist von immenser Bedeutung – je strahlender und glänzender umso besser.

Potentielle Stammkneipe No. 23

Bier und Schwof im Schick der Wirtschaftswunderjahre, über Vinyl-Tonträgern tanzende Nadeln machen die Mucke. Einzig die Möblierung des „Mini-Biergarten“ ist zeitlos schlicht. Ein Schritt über die Schwelle des nach dem so adretten wie stocksteifen „Aktenzeichen XY“-Moderator „Konrad Tönz“ katapultiert einen mindestens ein halbes Jahrhundert zurück – dicke wabbernde Schwaden aus Raucherlungen inklusive. Einzig der Schaukasten mit dem Aushang nach der Preisauszeichnungsverordnung ist ziemlich wirr – das passt nicht so richtig zum konservativ korrekten Konrad Toenz. Dennoch ein Erlebnis!

Stöhnstreifenhort

Bühne in der Exerzierstraße zur feucht-fröhlichen Animation ausgewählter Sinne(sorgane).

Overkill

Haustür mit Sticker-Lepra in der Cuvrystraße

Sonnenfleck

Orte, an denen man am Ende eines langen Tages die Seele baumeln lassen kann: Balkone und Kirche in der Kreuzberger Taborstraße

(Fast) wie auf Capri

Abendlicher Plausch im „mediteranen Flair der“ Wrangelstraße

Modern Living Room

Viel Licht, riesige Fensteröffnungen, die Innen- und Außen miteinander verschmelzen lassen, natürliches Raumklima, sparsame, aber ausgewählte Möblierung und hippe Kunst an den Wänden: interessantes Wohnkonzept in der Exerzierstraße im Wedding.