Beiträge

Vitaminhaltig

Bushaltestelle mit fruchtigem Flair in der Potsdamer Straße

Nette Ecke

Erst grau, dann bunt, jetzt bunt und besprüht: die Kindl-Treppe in Neuköllns „Netter Ecke“ – genauer gesagt Isar-/Ecke Neckarstraße – begeistert mit ihrem farbigen Antlitz. Unter dem Motto „Meine Welt – gemeinsam gestalten“ hatten die Künstler Nicolas Freitag und Anja Röhling die Neuköllner 2016 aufgerufen, fantasievolle Motive mit Bezug zu Neukölln zu erstellen. Rund 400 der eingereichten Collagen, Fotos und Zeichnungen wurden auf Kreise und Streifen aus Aluminium gedruckt und an der Treppe installiert. Im Frühjahr 2019 war die Treppe komplett. In der Folgezeit sorgten dann heimische Schmierfinken mit ihrem arttypischen talentfreien Sprühdosen-Ejakulat für das entsprechende Lokalkolorit.

Buntes Balkonien

Buntes Balkonien

Bär, Blumen, Hase, Windrad, Vogelhäuschen: vielfarbiger Plunder hebt diesen Schöneberger Balkon aus dem schmucklosen Umfeld hervor.

Saftladen

Das Geschäft mit der Essenz aus gepressten Früchten scheint am Kreuzberger Mehringdamm zu florieren.

Weltenbunt

Buntes Wohnmobil in Kreuzberg

Farben und Formen aus aller Herren Länder sind auf die Außenhaut dieses Wohnmobils tätowiert. Ob die üppige Bemalung tatsächlich Erinnerungen an reale Touren zu exotischen Orten oder lediglich phantasievolle Produkte des nicht gestillten Fernwehs seiner Besitzer sind, vermag ich nicht zu sagen. Bis Berlin hat es das farbenfrohe Reisegefährt jedenfalls geschafft: ich habe es heute in der Cuvrystraße in Kreuzberg entdeckt.

Zerstörte Träume

Hinter bunten Wällen,sagt man, liegt das Reich der Phantasie. Ein solches Traumland lag, davon bin ich übezeugt, einst auch hinter diesen poppigen Ziegeln in der Lützowstraße. Doch riesige Maschinen haben es rücksichtlos vernichtet um Platz zu schaffen für noch mehr urbanes Einerlei. Bald werden sie auch die Reste der farbigen Mauer zu feinem Staub pulverisiert haben.

Untergrundblüten

Ein typisches Sonntagsbild: ein Meer aus farbenprächtigen Blumen. Das besondere aber: diese Blüten entfalten ihre Schönheit ein paar Meter tief unter der Erde. Vor einem Blumengeschäft im U-Bahnhof Zoologischer Garten warten die kunterbunten Sträuße darauf, von irgend jemandem mitgenommen zu werden, um jemand anderem eine Freude zu bereiten.

Heiße Röhren

Heiße Röhren

Nein – die poppigen Neonlichter sind nicht den illumierten Hirnwindungen eines der Festival-of-Lights-Kreativen entsprungen. Vielmehr leuchten sie in allen Spektralfarben unter dem Vordach des Karstadt-Sporthauses an der Ecke Kant-/Joachimsthaler Straße.

Hausbelieferung

Hausbelieferung

Wenn man die Kollekion leerer Getränkekästen vor dem Laden als Maßstab heranzieht, scheint das bunte Kioskgeschäft in der Adalbertstraße ganz gut zu laufen. Vielleicht, weil man das Angebotscocktail aus Softdrinks, Bier, Hochprozentigem, Süßem, Salzigem und Telefonkarten um eine kleine, aber entscheidende Dienstleistung erweitert hat: die „Hausbelieferung“. Dieser Bringdienst wird zumindest über die ganz Breite des Schaufensters angepriesen. Hat ihn schon jemand ausprobiert?

Countdown zum Catwalk

Model der Walk of Fashion 2011

Eigentlich kein Wetter für die Kreativen, dieses Schmuddelwetter gestern Abend. Schon gar nicht für eine glamouröse Modenshow unter freiem Himmel. Aber beim „Walk of Fashion“ vor den S-Bahn-Bögen am Savignyplatz zeigten sich Berliner Label und junge Designer erstaunlich wasserfest und ließen sich nicht davon abhalten, ihre neuesten textilen Ergüsse auch im feuchten Ambiente zu präsentieren. Die Fashionolics unter den uncoolen Regenschirmen rechts und links des nassen Laufstegs wollten schließlich befriedigt werden. Wenigstens für die Models gab es einen trockenen Ort: die S-Bahn-Unterführung in der Knesebeckstraße. Dort warteten auch diese Mannequins darauf, ein paar Augenblicke später sicher und elegant über den glitschigen Catwalk zu tänzeln.

Zugestellt

Post Persönlich

Der Postbote hält an, klopft an die Tür. Die Tür geht auf. Der Postbote nickt kurz. Ein Arm wird aus der Türöffnung gestreckt. Der Postbote deponiert in der geöffneten Hand die Post, wieder nickt er kurz. Die Tür geht zu. Der Postbote fährt weiter. Besser und persönlicher geht Post nicht. Gesehen unter der Brücke am S-Bahnhof Babelsberg.