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Spröde Schönheit

Große, rauhe Betonflächen, fantasievolle Beleuchtungskörper, die Kernfarben Grün, Rot und Blau sowie zwei übereinanderliegende Bahnsteige: am Treppenabgang von der Verteilerhalle zum Tiefbahnsteig mit den Zügen Richtung Rathaus Steglitz sind die ursprünglichen Stilelemente des Anfang der 1970er vom Architektenpaar Ralf Schüler und Ursulina Schüler-Witte gestalteten U-Bahnhofs Schloßstraße noch erhalten: grüne Fliesen, blaue Hosalitkörper, die die Treppe einfassen, die roten Zickzackbänder der Geländer und die die Treppe wie Alleebäume beidseitig flankierenden, hoch aufragenden Kugelleuchten.

Untergrund-Brutalismus

U-Bahnhof Schlossstraße – eine Architektur-Ikone unter der Erde: Wie hier beim Aufgang von der untersten Ebene in die Verteilerhalle sind die großen, völlig unbehandelten Betonflächen, an denen die Fugen der Schalungstafeln und -hölzer noch gut zu erkennen sind, gut sichtbar. Die französische Bezeichnung für Sichtbeton – „Béton Brut“ – gab dieser Architektur ihren Namen: Brutalismus.

Abgang

Wer sich im U-Bahnhof Schlossstraße in Steglitz auf dem Weg hinab zur U9 (Richtung Norden) macht, muss ein wahrhaft finsteres Ambiente queren.