Beiträge

Regenbogen-Kiez

Die vom Himmel fallenden Wassertropfen bitten die abendlichen Sonnenstrahlen zum Duett: doppelter Regenbogen über dem nördlichen Schöneberg.

Kaiserliches Gusseisen vs. funktionalen Beton

Spannender Gegensatz zwischen den teilweise kunstvoll geschwungen und zum großen Teil historischen Stützsäulen des hölzernen Bahnsteigdachs am S-Bahnhof Yorckstraße und den funktionalen Linien der sich westlich der Bahngleise zur Bautzener Straße hin anschließenden Wohnbebauung, die erst vor kurzem fertiggestellt wurde.

Feinschmecker am KaDeWe

Direkt neben dem Hintereingang des KaDeWe, in einem schmalen Hof zwischen Passauer und Ansbacher Straße, richtet sich ein Habicht hoch oben auf einem Balkon ein Festmahl an. Es gibt frisches Täubchen.

Spacig

Ein sich in andere Sphären hangelndes Astrohörnchen bastelt zusammen mit einer wohl aufgrund von Clerasil-Entzug behelmten SM-Influencerin an einer günstigen Sternenkonstellation. Oder so ähnlich. Abgehobenes Brandwand-Bildnis in der Suadicanistraße am Südkreuz.

Baukkunst

Balkone am Schöneberger „Kachelhaus“ in der Pallas-/Ecke Goltzstraße. Das Wohn- und Geschäftshaus wurde 1894-1895 nach Plänen von Richard Landé errichtet. Die gesamte Straßenfassade ist mit einem herrlichen Arrangement von glasierten Klinkern und Fliesen sowie bunten Terrakotta-Gesichtern gestaltet.

Tagesrandtransfer

Feierabendzüge auf der Hochbahn zwischen den Bahnhöfen Bülowstraße (Vordergrund) und Nollendorfplatz (Hintergrund).

Leinenzwang

Wenn man trotz herzerweichendem Dackelblick an die Kandare genommen wird. Erlebt im Nollendorfkiez.

Die Wartebank

U-Bahnhof Bülowstraße gestern am frühen Abend: Zug nach Pankow erst in vier Minuten.

Invasive Art

Evolution im Zeitraffer: in den innerstädtischen Bezirken schießen gerade überall Corona-Teststellen wie Pilze aus dem Boden. Sie besiedeln dabei Standorte von z.T. bizarren Unternehmungen, die sich nicht schnell bzw. erfolgreich genug den in Pandemiezeiten geltenden Lebensbedingungen anpassen konnten und sich daher zurückziehen mussten oder gar ausstarben.

Kühle Abstrichdisziplin statt hitziges Zockerlaster: neues Corona-Testcenter in ehemaliger Spielhölle am Nollendorfplatz.

An der Ecke Lietzenburger/Spichernstraße hat eine auf unansehnliche Gefährte spezialisierte Autovermietung das Feld geräumt. Statt das Steuer einer lahmen Ente gibt es hier jetzt im besten Fall eine eintägige Corona-Absolution in die Hand.

Vitaminhaltig

Bushaltestelle mit fruchtigem Flair in der Potsdamer Straße

Prinzip Abschreckung

Verwittert aber unmissverständlich: mit erhobenem Zeigefinger und rudimentärer Zeichensetzung an der Fassade empfängt die Marie-Elisabeth-Lüders-Oberschule (MELO) in Schöneberg nicht nur ihre eigene Klientel, sondern ermahnt auch jeden arglosen Passanten. Welch pädagogischer Wind wohl im Inneren des Gemäuers wehen mag?

Frisch geduscht!

Nach einem reinigenden Regenguss und bei schummrigen Abendlicht erscheint auch eine von Berlins Schmuddelecken beim flüchtigen Blick in den Spiegel recht erträglich: Potse Ecke Kurfürstenstraße mit dem eigenwilligen Foto-Wegert-Haus, heute Domizil des LSD-Sexshops.

Der Roller

Feuchte Baustelle in einem Hinterhof der Potsdamer Straße in Schöneberg mit einem motorisierten Zweirad in exponierter Stellung.

Golden Gate

Verteilerhalle im U-Bahnhof Nollendorfplatz: die farbige Fliesenpracht stammt aus der Feder des schwedischen Architekten Alfred Grenander, nach dessen Plänen zwischen 1910 und 1930 mehrere U-Stationen in Berlin gebaut worden sind. Von dieser Stelle besteht direkter Zugang zu vier U-Bahnlinien auf drei Ebenen. Unter der Kuppel hindurch geht es hinab ins erste Untergeschoss zu den U-Bahnlinien U1/U3 nach Warschauer Straße und zur Schöneberger Bahn (U4). Von dort führt eine weitere Treppe ins zweite Untergeschoss zu den Linien U1/U3 in Fahrtrichtung Uhlandstraße bzw. Krumme Lanke. Ganz rechts außen im Bild fährt die Rolltreppe aufwärts zur Hochbahn nach Ruhleben (U2).

Schneefreies Panorama

Keine 48 Stunden nach dem letzten Wintereinbruch hat sich die Stadt bereits vollständiger ihrer weißen Pracht entledigt, wie der Blick aus dem Haus der Werbung an der Urania gen Potsdamer Platz und Fernsehturm beweist. Schnee gibt es jetzt nur noch im Bundestag und ähnlichen Hotspots.