Tag Archives: Graffiti

Milieustudie

Milieustudie in Friedrichshain

Der Autor dieser aufschlussreichen Analyse hat vielleicht bei der Beschreibung der größten Immigrantengruppe in den Stadtteilen Prenzlauer Berg und Friedrichshain die Charakteristika „Kehrwoche einführen“ und „Latte schlürfen“ unterschlagen, seine Intentionen sind jedoch eindeutig. Diese Graffiti zum Revierkampf – neudeutsch Gentrifizierung genannt – habe ich auf einer Bank im Volkspark Friedrichshain gefunden.

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Selbstporträt

Selbstporträt am Kottbusser Tor

Hinter dem einst wohl königsblauen Vorhang dieser Verkaufs- und Produktionsstätte für maschinell hergestellte Selbstbildnisse bereitet sich eine Kundin gewissenhaft darauf vor, während der Ablichtphase von den grellen Blitzen auch ja richtig in Szene gesetzt zu werden. Gesehen gestern am Kottbusser Tor.

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Bonjour Tristesse

Bonjour Tristesse

Widersprüchliche Gefühlslage: eine untröstliche Graffiti auf grauem Häusergrund bei strahlendem Sonnenschein und himmelblauem Firmament. Damit wäre es eigentlich ein perfektes Montag-Morgen-Bild gewesen, hätten wir nicht bereits Dienstag früh. Die paradoxe Szenerie habe ich an der Schlesischen Straße / Ecke Falckensteinstraße in Kreuzberg aufgeschnappt.

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Dornröschens Domizil

Dornröschens Haus

Wer wohl hinter diesen rosenberankten Mauern schläft? Das Haus mit den dornigen Schönheiten ist verschwiegen und hat mir nichts von seinen Bewohnern preisgegeben. Gesehen in der Saalestraße in Neukölln.

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Die Sarah mit dem Kreuzberg-Banner

Die Sarah mit dem Kreuzberg-Banner

Das blonde Mädchen, das vor den gesprühten Resten des antifaschistischen Schutzwalls die (in)offizielle Flagge von SO36 schwenkt, ist mindestens genauso einen Blick wert wie die schwarz-rot-goldene Trikolore mit Stern und Halbmond selbst. Entdeckt in der Skalitzer Straße.

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Achterbahn-Ausbrüche

Graffiti auf eimem Spreeblitz-Wagen im Spreepark

Begeisterung! Vorfreude! Gespannte Erwartung! Skepsis! Panik! Die Minen der „Fahrgäste“ dieser Achterbahn spiegeln die ganze Bandbreite an starken Emotionen wieder, die ein derartiger Nervenkitzel zutage zu bringen pflegt.

Mit wenigen Bewegungen hat hier jemand hier eine geniale Graffiti aus der Spraydose gezaubert. Sie ziert die vorderen Sitzreihen des wohl einzigen noch existierenden „Spree-Blitzes“. Dieser „Zug“ donnerte einst als „Familien-Achterbahn“ durch den Spreepark im Plänterwald, seit Jahren aber modert er dort abgestellt in seinem Bahnhof nur noch bewegungslos und still vor sich hin.

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Wenn der Schnee grau wird am Schlesischen Tor …

.Grauer Schnee am Schlesichern Tor

… fangen die bunt kolorierten Fassaden mancher Häuser und die hier allgegenwärtigen grellen Graffiti erst richtig an zu leuchten.

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Kontrollierter Freiraum

"We are all one"  Graffiti von R. Warzecha

Unter dieser Maxime hat sich die „Naunynritze“ vom berüchtigten Hauptquartier einer Jugendgang in den 1980ern zu einem heute stark frequentierten Kreativ- und Kulturzentrum entwickelt. Hauptzielgruppe der vielfältigen handwerklichen, kreativen und sportlichen Aktivitäten in dem ehemaligen Schulgebäude in der Kreuzberger Naunynstraße sind Kinder und Jugendliche, aber auch das Angebot für Erwachsene wächst – wie die Nachfrage – stetig. Die „Naunynritze“ versteht sich als „Offenes Haus“, d.h. alle Menschen werden unabhängig von ihrem Alter, ihrer Herkunft oder sozialem Status willkommen geheißen und integriert. Das eindrucksvolle von Rainer Warzecha 1998 an der Fassade der „Naunynritze“ gestaltete Wandgemälde ist ein Spiegelbild dieser Philosophie. Es heißt: „We all are one“(Wir sind alle eins).

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In einem Land vor unserer Zeit …

… gab es noch eine Währung ohne Rettungsschirm und man holte sich Elektrogeräte nicht nur per Super-Mega-Brüller-Kredit im interstellaren Blödmarkt. Man hielt noch D-Mark in der Hand und ging zum Händler nebenan. Von unersättlichen Jägern unerbittlich verfolgt sind beide mittlerweile (fast) ausgestorben. Wie ein seltenes Fossil mutet daher diese Gebäudefront in der Skalitzer Straße an und weckt noch einmal Erinnerungen an jenes Land vor unserer Zeit.

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